8. Ergänzende Behandlungsmethoden

Kryotherapie / Cryolight

Indikationen:

  • Postoperative lokale Gewebereizzustände (z. B. Schwellungen)
  • Regenerationsmaßnahme nach Sportverletzungen
  • Traumatische/rheumatische Arthritis
  • Gichtarthritis
  • Aktivierte Arthrose mit Gelenkerguss
  • Akute Periarthritis – Reizungen & Entzündungen im Weichteilbereich an einem Gelenk
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Periostose – reaktive Verbreiterung der Knochenhaut
  • Schleimbeutelentzündung
  • Ödembehandlung bzw. Prophylaxe
  • Schmerzhafte Muskelverspannungen, z.B. im Bereich der lumbalen Wirbelsäule
  • Akute bzw. chronische Schultersteife als Folge einer Verkalkung bzw. Sehnenscheidenentzündung im Schulterbereich
  • Lokale Verbrennungen

Kontraindikationen:

  • Kälteallergien
  • Durchblutungsstörungen
  • akute Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung)
  • akute Zystitis (Blasenentzündung)

Hyaloronbehandlung

Indikationen:

  • Schmerzen und Bewegungseinschränkung bei Arthrose (Gelenkverschleiß)

Kontraindikation:

  • Gelenkinfektionen
  • Floride Infekte des Körpers

Wirkung:
Die Gelenke des Körpers setzen sich aus Knorpelmasse und Synovialflüssigkeit zusammen. Aufgrund seiner räumlichen Struktur kann Hyaloronsäure Wasser im Gelenk binden und so zur Stabilität und reibungsfreien Gleitfunktion beitragen.Mit zunehmendem Alter oder besonderer Belastung, ist häufig ein Gelenkverschleiß zu erkennen. Durch die Injektionen von Hyaloronsäure in das Gelenk (in der Regel 5 Anwendungen) wird die Synovialflüssigkeit schrittweise wieder aufgebessert. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen können so oft für Monate gebessert werden.

Subcutane Injektionen („Quaddeln“)

Indikationen:

  • Schmerzen oder Verspannungen der obersten Hautschicht

Kontraindikation:

  • Entzündungen und Erkrankungen der betroffenen Hautstelle
  • Allergische Reaktion auf Lokalanästhetika
  • Ödeme

Wirkung:
Mit einer sehr feinen Kanüle wird im Bereich  der Muskelverhärtungen mehrfach ein Lokalanästhetikum (z.B. Procain 1%) in die oberste Hautschicht injiziert, so dass kleine Quaddeln entstehen. Die Schmerzreize sollen an dieser Stelle blockiert werden. Die Schmerzen lassen nach und es werden weitere Beschwerden und muskuläre Dysbalancen verhindert. Es kommt außerdem zu einer Überwärmung, die zusätzlich für eine Lockerung des Muskels sorgt.  Ganze Ketten von Quaddeln können gesetzt werden, z.B. neben der Wirbelsäule bei Verspannungen.

Kinesiotaping:

Indikationen:

  • Gelenkverletzungen
  • Muskuläre Verspannungen, z.B. im Bereich der Wirbelsäule
  • Verletzungsprophylaxe und Trainingsunterstützung
  • Verbesserung der Gelenkführung und Muskelansteuerung

Kontraindikation:

  • sehr sensible Hautverhältnisse

Wirkung:
Die höchste Dichte an Nervenzellen befindet sich in der Haut und. Diese stehen über die zugehörigen Segmente auf Rückenmarksebene in engem Zusammenspiel mit Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenkfunktion der jeweils versorgten Körperregion.

Kinesiotaping nutzt diese enge Vernetzung der einzelnen Strukturen zur kontinuierlichen Therapie der Beschwerden über Rückkopplung. So können unter anderem eine Normalisierung des Muskeltonus, eine Verbesserung der Mikrozirkulation, eine Aktivierung des lymphatischen Abflusses und eine Schmerzreduktion erreicht werden.