Endoskopische Bandscheibenoperation

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Endoskopische / Minimalinvasive Operation der Bandscheibe

 

Dr. Alfen gilt als weltweitführender Experte und Ziehvater für die endoskopische Bandscheibenoperation und hat bis zum heutigen Zeitpunkt 576 Chirurgen in dieser Technik auf unzähligen Workshops weltweit ausgebildet. Er hat z.b. 2006 die erste endoskopische Bandscheibenoperation in den USA, Oklahoma-City- University durchgeführt und die dortigen Chirurgen in dieser Technik angeleitet. Man sollte etwa 80-100 Eingriffe assistieren, bis man selbst als Operateur diese Technik durchführen kann.

Bereits 1996-1998 konnte er sich mit den Ursprüngen dieser Technik in der Alpha-Klinik in München beschäftigen nach dem er vorher schon jahrelang Knie-Schulter und Sprunggelenksarthroskopie durchgeführt hatte, das Arbeiten mit indirektem Sichtfeld und Higtechinstrumenten  war ihm deshalb vertraut.

Im Jahre 2001 wurde dann in der Alpha-Klinik in München und der Leitung des Chefarztes Dr. Hoogland das Instrumentarium mit der Firma Joimax entwickelt. Zu dieser Zeit war es erstmals möglich extrem schmale Endoskope für die Wirbelsäule mit stecknadelkopfgroßen Kameras zum Einsatz zu bringen. Heute liegt der Durchmesser der Endoskope bei 6,2 mm ( siehe OP Animation).

Als stellvertretender Chefarzt der Wirbelsäulenabteilung der Alpha-.Klinik eignete sich Dr. Alfen als 1. Operateur nach Dr. Hoogland( verstorben) diese OP Technik an und operierte zu der damaligen Zeit schon bis zu 8 Patienten täglich endoskopisch an der Bandscheibe. Bis heute sind es ca.4000 Eingriffe, die Dr. Alfen  in seinem Privatzentrum (2002)durchgeführt hat.

Als senior Faculty lehrt er die OP Technik in aller Welt und wendet sie natürlich auch bei seinen Patienten im Bedarfsfall an, denn es gilt das eherne Gesetz:

Wenn möglich Operationen vermeiden ( siehe MTT nach Dr. Alfen)

Mehr über die endoskopische Behandlung Ihrer Rückenschmerzen 

Die Vorteile einer endoskopischen Bandscheibenoperation

  • Operation mit örtlicher Betäubung –es ist keine Vollnarkose notwendig.
  • Ambulante Durchführung der Operation bei Bedarf. Der Patient kann nach einem Tag aus der Klinik entlassen werden.
  • Zugang durch einen kleinen Einschnitt in die Haut. Das Infektionsrisiko wird dadurch minimiert. Während und nach der Operation.
  • Geringere Gefahr einer Instabilität nach der Operation, da aufgrund des Zugangsweges über das Zwischenwirbelloch, Zwischenwirbelbänder, Wirbelkörper sowie Wirbelgelenke nicht teilweise entfernt werden müssen, wie es bei der mikroskopischen Technik der Fall ist.
  • Die Rückenmuskulatur muss nicht durchtrennt werden, was sich durch höhere Stabilität und geringere Wundheilungsschmerzen nach der Operation bemerkbar macht.
  • Geringere Narbenbildung im Bereich der Nervenwurzel durch geringere Beschädigung der Knochensubstanz und der damit verbundenen Blutungen.
  • Kürzere Rehabilitation gegenüber herkömmlicher Behandlungsmethoden: schnelles Wiedererlangen von Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität.


Wie sind Bandscheiben aufgebaut?

Die Bandscheiben bestehen aus einem äußeren Faserring und dem inneren, gallertartigen Kern. Sie sind für die Beweglichtkeit, Stoßdämpfer- und Tragefunktion der Wirbelsäule zuständig.

Voraussetzung für die Gesunderhaltung der Bandscheiben ist die ständige Bewegung der einzelnen Wirbelsegmente. Einseitige Belastungen, wie Bewegungsmangel im Alltag oder eine angeborene Schwäche des Bandscheibengewebes, verursachen eine Unterversorgung der Wirbelsäulensegmente – die Elastizität des äußeren Faserrings nimmt ab. Die Folge sind Risse und eine degenerative Veränderung des Gewebes

Wie kommt es zu einem Bandscheibenvorfall und worin liegt der Unterschied zwischen Bandscheibenvorfall und -vorwölbung?

Eine defekte Bandscheibe kann die hohen Belastungen nicht mehr ‘abpuffern’. Es kommt zu Schmerzen – Betroffene schonen sich und werden inaktiv, wodurch die Muskulatur, die die Wirbelsäule stabilisiert, geschwächt wird.

Durch die fehlende Stützfunktion der tiefen Wirbelsäulenmuskulatur weicht der Bandscheibenkern bei einseitigen Belastungen (Heben) dem erhöhten Druck aus, besonders oft geschieht dies in Verbindung mit Rotationsbewegungen (siehe Broschüre ‘Medizinische Trainingstherapie’).
Der defekte äußere Faserring kann den Kern nicht mehr in seiner zentralen Lage halten und wird nach außen gepresst, meist in Richtung Rückenmarkskanal und Nervenwurzeln.Das Bandscheibengewebe beengt nun den Raum im Wirbelkanal oder an den seitlichen Austrittstellen der Nervenwurzeln. Dadurch entsteht Druck auf das Rückenmark bzw. die Nervenwurzeln. Je nach Größe des Bandscheibenvorfalls ist der betroffene Spinalnerv in seinem Verlauf schmerzhaft. Und: je größer der Bandscheibenvorfall, desto mehr nimmt die Schmerzausstrahlung zunächst in den Rücken, dann in Gesäß sowie in Beine und Füße zu.

Eine Störung der Blasen- und/ oder Mastdarmfunktionen (Kaudasyndrom) ist in jeder Hinsicht Anlass für eine Operation,
die dann sehr rasch erfolgen muss. Selbstverständlich gehen der Operation klinische, neuroorthopädische Untersuchungen voraus, die eine genaue Ortung des Bandscheibenvorfalls sicherstellen.Um die klinische Diagnose zu bestätigen und die genaue Größe sowie Lage des Bandscheibenvorfalls festzustellen, werden bildgebende Verfahren wie Kernspintomographie bzw. Magnetresonanztherapie (MRT), Computertomographie (CT) und Röntgenaufnahmen eingesetzt.Letzte Sicherheit in Bezug auf die Lage des Bandscheibenvorfalls bietet die Diskographie. Bei diesem Verfahren wird Kontrastmittel über eine Spinalnadel in die zu operierende(n) Bandscheibe(n) eingebracht.

Eine TES Operation Animation können Sie sich hier anschauen.

Was bedeutet ‘transforaminale endoskopische Chirurgie’?

Unter “endoskopischer Chirurgie” versteht man die operative Entfernung von Gewebe des betroffenen Bandscheibenkerns über ein Endoskop.

Das Endoskop das wir verwenden – ein Röhrchensystem mit optischem System, Beleuchtung, Spül- und Arbeitskanal – ist mit 6,4 mm Dicke das derzeit kleinste der Welt. Es wird über einen kleinen Hautschnitt nahe der Wirbelsäule an den Bandscheibenvorfall herangeführt, wobei der Zugang über das Zwischenwirbelloch (also transforaminal) erfolgt. Dieses ausgereifte Operationsverfahren setzt langjährige endoskopische Erfahrungen des Operateurs voraus und wird wegen des hohen Schwierigkeitsgrades in nur wenigen Wirbelsäulenzentren Europas angeboten. Trotzdem wird es sich künftig – ähnlich der Kniespiegelung (Arthroskopie) – aufgrund der vielen Vorteile durchsetzen.

 

Wo liegt der Vorteil der transforaminalen endoskopischen Chirurgie (TES)?

Ziel der TES ist es, das verlagerte Bandscheibengewebe zu entfernen, um die eingeengten schmerzhaften Nervenwurzeln zu entlasten.

Bisherige endoskopische Verfahren erreichen nur weiter seitlich liegende (laterale) Bandscheibenvorfälle. 80% aller Bandscheibenvorfälle befindet sich jedoch “mediolateral” (mittig-seitlich Richtung Nervenwurzel) oder “medial” (mittig Richtung Rückenmark). Diese werden bisher im herkömmlichen, offen mikrochirurgischen Verfahren operiert.

Mit Hilfe der TES können wir diese Vorfälle jedoch durch das Zwischenwirbelloch nahezu zielgenau erreichen und unter Schonung des gesunden Gewebes entfernen.

Das Endoskop wird durch das Röhrchensystem eingeführt. Es ist mit einem optischen System, einer Lichtquelle, zwei Spülkanälen und einem Arbeitskanal ausgestattet. Dadurch werden der Bandscheibenvorfall und die angrenzenden Strukturen auf Monitoren sichtbar gemacht. Jetzt kann man das betroffene Gewebe schonend mit feinmechanischen Spezialinstrumenten entfernen.

Nach der Operation:

Wir empfehlen nach der Operation eine Übernachtung in der Klinik – eine ärztliche Kontrolluntersuchung findet am Folgetag statt. Patienten werden über die Situation nach der Operation und die anschließenden Verhaltensempfehlungengenau informiert. Die Nachbehandlung ist darüber hinaus in unserer Broschüre ‘Die postoperative Situation nach einer endoskopischen transforaminalen Nukleotomie’ detailliert beschrieben. Nach 6 Wochen sollte der Patient mit der Medizinischen Trainingstherapie (MTT) beginnen.

Download:
Endoskopische Transforaminale Chirurgie (TES)

Kryotherapie

Der Begriff „kryos“ (griech.) bedeutet Eiskälte und Frost. Die Kryotherapie wird dann angewendet, wenn trotz konservativer Therapie noch chronische Rückenschmerzen bestehen, die nicht in die Beine ausstrahlen und auf eine Störung der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) zurückzuführen sind. Die perkutane Kryodenervierung (Eisbehandlung) ist eine minimalinvasive Methode der Schmerzbehandlung bei z. B.:

• degenerativen Veränderungen an den Wirbelgelenken (z. B. Facettengelenkarthrose)
• therapieresistentem Facettengelenkschmerz

Etwa 15% der Rückenschmerzen sind ausschließlich facettenbedingt. Vorab muss auf mindestens zwei diagnostische Probeinjektionen mit Betäubungsmittel an die Wirbelgelenke eine positive Reaktion (Schmerzlinderung) erfolgen.

Durch Arthrose an den kleinen Wirbelgelenken (Facettengelenken), lokale Entzündungsreaktionen und Instabilität kann es zu einer erhöhten lokalen Druckempfindlichkeit im Bereich der Lendenwirbelsäule und zu starken chronischen Rückenschmerzen kommen. Die Gelenkkapseln der Wirbelgelenke sind mit vielen Schmerzfasern durchzogen. Diese Facettengelenksnerven leiten den Schmerz zentral weiter. Ziel der Kryotherapie ist es, durch die Ausschaltung der Schmerzfasern die Weiterleitung des Gelenkkapselschmerzes zu unterbrechen.

Verfahren:

Mittels einer Kryosonde wird Kälte (-50°C an der Sondenspitze) auf die peripheren Nerven der Gelenkkapseln appliziert. Dabei wird nur die Myolinhülle des Nervs, aber nicht das Bindegewebe des Nervs vereist. Somit kommt es zu einer lang andauernden, jedoch reversiblen Leitungsanästhesie (Betäubung). Weil meistens einige Wirbelgelenke betroffen sind, muss die Kryotherapie oft an mehreren Stellen erfolgen. Da die vereisten Ner venfasern wieder regenerieren, ist die Wirkungsdauer auf ca. 6 – 18 Monaten begrenzt. Bei Bedarf kann die Kryotherapie mehr fach angewendet werden. Zur Kryotherapie werden keine anderen Medikamente benötigt, wodurch eine gute Ver träglichkeit besteht.

Die Kryotherapie wird ambulant und unter sterilen OP-Bedingungen sowie Bildwandlerkontrolle durchgeführt. Die Patientin/der Patient kann nach dieser Kryoanwendung sofort aufstehen. Eine längere Arbeitsunfähigkeit besteht auf Grund des Eingriffs nicht.

Bei der Kryotherapie handelt es sich um eine äußerst komplikations- und schmerzarme Behandlung, die bei genauer Diagnostik und Indikationsstellung sowie optimaler Durchführungzu einer deutlichen Schmer zreduktion (bis zu 90%) führt.

Download:
Die Kyrotherapie

Dr. med Florian Maria Alfen OP-Erfahrungen

Dr. med. Florian Maria Alfen ist nicht nur weltweit führender TES Operateur (Seit 2001 ca. über 3.000 Eingriffe) sondern auch Internationaler Präsident der Gesellschaft für Medizinische Trainingstherapie (GMKT) mit über 15 Jahren chirotherapeutische Erfahrung. Der Wirbelsäulenspezialist in Würzburg.

  • 2005 1st TES in Muscat (Oman)
  • 2006 1st TES in Oklahoma (USA)
    1st TES in Zurich (Switzerland)
    1st TES in Barcelona (Spain)
    1st TES in New York (USA)
    1st TES in Jerusalem (Israel)
    1st TES in Tel Aviv Israel)
  • 2007 1st TES in Naples (Italy)
    1st TES in Brussels (Belgium)
  • 2008 1st TES in Geneva (Switzerland)
    1st TES in Graz (Austria)
    1st TES in Dubai (UAE)
  • 2009 1st TES in Murcia (Spain)
    1st TES in Milan (Italy)
  • 2010 1st TES in Valencia (Spain)
    1st TES in Verona (Italy)
    1st TES in Kreuzlingen (Switzerland)
  • 2011 1st TES in Mumbai (India)
  • 2012 1st TES in London (England)
    1st TES in Xian (China)

Hier geht es zum Lebenslauf

Stationen waren unter anderem:

Mitgliedschaften:

Mitgliedschaft in Fachgesellschaften:

  • Präsident der GMKT (Gesellschaft für Medizinische Kräftigungstherapie)
  • Internationaler TES-Operateur und weltweit führender Ausbilder für endoskopische Wirbelsäulenchirurgie
  • Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin und Chirotherapie
  • Mitglied der EAES (European Association for Endoscopic Surgery)
  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie