Manuelle Therapie

DIE MANUELLE THERAPIE (MT)

 
Die Manuelle Therapie befasst sich im Rahmen der üblichen diagnostischen und therapeutischen Verfahren mit reversiblen
Funktionsstörungen am Haltungs-­ und Bewegungsapparat. Sie benutzt manuelle, diagnostische und therapeutische Techniken an der Wirbelsäule und an den Gelenken der Extremitäten, die zur Auffindung und Behandlung dieser Störungen dienen. Die therapeutischen Techniken unterstützen die Wiederherstellung der physiologischen Bewegungsfunktionen und sollen diese erhalten.
 
Anhand einer ausführlichen Befunderhebung (Befragung) wird das Problem des Patienten genau analysiert. Anschließend werden Hypothesen über die möglichen Ursachen aufgestellt und anschließend mittels einer körperlichen Untersuchung auf
ihre Richtigkeit/Relevanz überprüft.
 
Ziel ist das Finden von abnormalen Störungen (Dysfunktionen) an den Gelenken, Weichteilstrukturen und dem Nervensystem. Hierbei ist es wichtig die komplexen Zusammenhänge zwischen den verschiedene Körperstrukturen und Körperregionen zu
erkennen und zu berücksichtigen.
 

Die Ursachen von Rückenschmerzen erkennen und Blockierungen lösen

 
Wir wissen heute, dass neben den zu schwach ausgebildeten autochthonen Rückenmuskeln veränderte Bewegungsabläufe und funktionelle Störungen (Blockierungen) der Zwischenwirbelgelenke akute und chronische Rückenschmerzen verursachen. Diese Funktionseinschränkungen verhindern physiologische Bewegungen und verändern das Haltungsbewusstsein des Menschen.
 
Aus diesem Grund setzt die Manuelle Therapie genau hier an.
Durch gezielte passive und aktive Behandlungstechniken sowie Gelenkmobilisation, stabilisierende Gelenktechniken, Weichteiltechniken und die Mobilisation des Nervensystems, werden die normalen Bewegungsfunktionen der Wirbelsäule wiederhergestellt. Im Anschluss dienen einfache funktionelle Eigenübungen zum Erhalt und zur Stabilisierung dieser Funktionen.
 

Die Stärke liegt in der Kombination von Kompetenzen

 
Die Kombination aus Medizinischer Trainingstherapie und Manueller Therapie bietet das Zusammenspiel zweier anerkannter Therapieformen auf höchstem Niveau. Immer mit dem Ziel die optimale Behandlung, mit den bestmöglichen Ergebnissen zu erreichen und somit die Lebensqualität zu steigern.
 
Neben den wissenschaftlichen Untersuchungen die dieser Therapiekombination bereits
sehr gute Ergebnisse bestätigen, haben wir auch in einer 2011 intern durchgeführten
 
klinischen Studie die hohe Effektivität unserer Behandlungskombination belegen können. Demnach lassen sich in den Bereichen Schmerz, Alltagsaktivitäten, Freizeit und Arbeitsfähigkeit durch eine Therapiekombination bis zu 35 Prozent bessere Ergebnisse
erzielen, als durch eine einzelne Therapieform.
 

Unterschiede zwischen Manueller Therapie und Physiotherapie

 
Die Manuelle Therapie nach dem IFAMT-­Konzept ist mit der herkömmlichen Physiotherapie nicht vergleichbar. Die wesentlichen Unterschiede bestehen dabei in dem Ansatz eines biopsychosozialen Menschenbildes, der höheren Zahl an Hypothesen mit denen die Rückenschmerzen erklärt werden können und den speziellen Behandlungstechniken. Dazu kommt ein hoher Teil an Aktivität in der Behandlung
sowie das Erlernen von einfachen aktiven Bewegungsübungen.
 
Durch die Spezialisierung der Manuellen Therapie auf die Gelenke des menschlichen Körpers und insbesondere der Wirbelsäulengelenke, entsteht eine hohe Fach-­ und Erfahrungsexpertise. Die spezielle Herangehensweise schafft dabei auch einen entscheidenden Unterschied bezüglich der Methodik. Hierbei werden die Fähigkeiten
der Therapeuten zum systematischen Handeln täglich weiter trainiert und optimiert.
 
Der Manualtherapeut funktioniert also nicht nur als „Mechaniker“, der mit speziellen Mobilisationstechniken die Voraussetzungen für normales Bewegen schafft, sondern auch als Trainer und Berater. Dabei spielen Lifestyle-­Veränderungen,
Selbstmanagement und das Erkennen und Bewältigen von Stresssituationen eine Rolle.
 

Die Organisation und der Ablauf der Manuellen Therapie.

 
Die Manuelle Therapie findet in Form von fünf Doppelbehandlungen statt. Diese werden in den medizinischen Trainingsplan so integriert, dass die Behandlungseinheiten vor oder nach der Trainingseinheit stattfinden.
Die Erstbehandlung wird dabei mit 45-­60 Minuten geplant, damit ausreichend Zeit für Anamnese, Diagnostik und Behandlung zur Verfügung steht. Die drei Folgeeinheiten dauern jeweils 30 Minuten und in der Abschlussbehandlung werden 45 Minuten eingeplant, um die Behandlungsergebnisse auszuwerten und den weiteren Therapieverlauf zu besprechen.
Um dem Körper ausreichend Zeit zugeben auf die intensiven Behandlungseinheiten zu reagieren und mit den erlernten leichten Bewegungsübungen erste Erfahrungen zu sammeln, liegt die Therapiefrequenz bei einer Behandlungseinheit pro Woche.
Die Manualtherapeuten Stefan Mannel und Hermann Helbing haben sich beide auf die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert. Die besonderen Kenntnisse sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten im Erkennen und Therapieren von Funktionsstörungen ermöglichen eine optimale Versorgung von unspezifischen Schmerzen im Bereich Hals-­, Brust-­ und Lendenwirbelsäule. Aber auch alle umliegenden Gelenke wie Schulter, Ellenbogen, Hüfte, Kniegelenk und Fuß werden bei Bedarf in die
 
Therapie einbezogen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die einfache, schnelle Kommunikation mit Herrn Dr. med. Florian Maria Alfen und Herrn Dr. med. Eugen Gaiser sowie dem gesamten Team der Praxis Dr. Alfen ermöglichen eine optimale
individuelle Betreuung und Therapie.
 

Indikationen für Manuellen Therapie.

 
• Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Ohrensausen, Schluckbeschwerden, Klosgefühl
• Nackenschmerzen, Rückenschmerzen
• Schulter-­ Armsyndrome, Impingement Syndrom, Frozen Shoulder
• Schleudertrauma
• Arthrosen (degenerative Gelenkerkrankungen )
• Lendenwirbelsäulenbeschwerden, Blockaden, Bandscheibenvorfälle, Hexenschuss
• Tennis-­/ Golferellenbogen, Karpaltunnelsyndrom
• Rippenblockierungen
• alle Nerveneinengungssyndrome der Extremitäten
• Schlaf-­ und Konzentrationsstörungen
• Kiefergelenkschmerzen
• Behandlung von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nach allen Operationen
• Narbenverklebungen
• Differenzierung funktioneller und struktureller Schäden
• Knie-­ und Hüftgelenksbeschwerden, Arthrose, Leistenschmerz
Achillessehnenbeschwerden, Fußschmerzen
 
Sprech- und Behandlungszeiten der Manualtherapeuten Stefan Mannel und Hermann
Helbing nach Terminvereinbarung. Bitte wenden Sie sich hierzu an unser Praxis-­‐Team.
 
Weitere Informationen zu Manuelle Therapie Stefan Mannel finden Sie auch auf seiner Website.