Kryotherapie

Die Kryotherapie

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Die Kryotherapie wird angewendet, wenn trotz konservativer Therapie chronische Rückenschmerzen bestehen, die auf eine Störung der kleinen Wirbelgelenke zurückzuführen sind und nicht in die Beine ausstrahlen.
Diese starken, chronischen Rückenschmerzen können durch Arthrose an den kleinen Wirbelgelenken, Entzündungsreaktionen und Instabilität entstehen und zu erhöhter Druckempfindlichkeit im Bereich der Lendenwirbelsäule führen.

Die Gelenkkapseln der Wirbelgelenke sind mit vielen Facettengelenksnerven durchzogen, die den Schmerz zentral weiterleiten. Ziel der Kryotherapie ist es, die Weiterleitung des Gelenkkapselschmerzes zu unterbrechen, indem Schmerzfasern ausgeschaltet werden.

Vor der Kryotherapie prüfen wir durch mindestens zwei Injektionen eines Betäubungsmittels, ob bereits hierdurch eine Schmerzlinderung erzielt wird, da nur etwa 15% der Rückenschmerzen ausschließlich facettenbedingt sind.

 

Als minimal-invasive Methode der Schmerzbehandlung wird die Eisbehandlung oder “perkutane Kryodenervierung” eingesetzt bei:

  • Rückbildungen an den Wirbelgelenken (z.B. Facettengelenkarthrose)
  • Therapieresistentem Facettengelenkschmerz

 

Verfahren

Wir führen die Kryotherapie ambulant und unter Bildwandlerkontrolle durch. Patienten können nach einer Anwendung sofort aufstehen – eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund des Eingriffs besteht nicht.

Mit einer Kryosonde wird Kälte an die peripheren Nerven der Gelenkkapseln geführt (-50°C an der Sondenspitze). Dabei wird nicht das Bindegewebe des Nervs, sondern nur die Myolinhülle des Nervs vereist und somit dauerhaft betäubt. Vereiste Nervenfasern regenerieren sich, wodurch die Wirkungsdauer auf ca. 6–18 Monate begrenzt ist. Bei Bedarf kann die Kryotherapie mehrfach angewendet werden.

In der Regel erfolgt die Kryotherapie an mehreren Stellen, weil meist diverse Wirbelgelenke betroffen sind.

Die Kryotherapie zeichnet sich durch gute Verträglichkeit aus, da keine weiteren Medikamente benötigt werden. Darüber hinaus ist die Behandlung äußerst komplikations- und schmerzarm. Bei optimalen Bedingungen kann eine Schmerzlinderung von bis zu 90% erreicht werden.