Häufig gestellte Fragen – OP

Häufig gestellte Fragen

  • Ist der Zugangsweg bei den mikroskopischen, offenen Verfahren ebenfalls klein und minimal-invasiv?
    Die offenen Operationen der Bandscheibe, die heute Standart sind, haben in der Tat immer kleinere Zugangswege, jedoch muß im Unterschied zu der endoskopischen Operation trotzdem Knochenstruktur und Muskelgewebe durchtrennt werden, um den Bandscheibenvorfall zu erreichen. Die dabei entstehende Blutung bildet  Narben. Auf jeden Fall sind diese Verfahren nicht minimal-invasiv. Die Patienten werden in der Regel 3-5 Tage stationär aufgenommen und der Heilungsprozess ist auf Grund des deutlich größeren Zugangswegs wesentlich länger. Eine größere Wunde bedingt im Gegensatz zur TES (Transforaminal Endoscopic Surgery) Methode auch größere Gefahren bei der Wundheilung.
  • Endoskopische Verfahren zur Entfernung von Bandscheibenvorfällen gibt es schon lange und werden wieder verlassen. Stimmt das?
    Das Endoskopische System zur Entfernung von Bandscheibengewebe  für außen liegende Bandscheibenvorfälle ist seit 15 Jahren gebräuchlich. Jedoch nur 4-8% aller so zu entfernender Vorfälle liegen außen. 92% aller Vorfälle liegen mittig bzw. „mediolatereal“.Das endoskopische System mit dem man diesen weit überwiegenden Teil entfernen kann hat als Zugangsweg das natürlich vorhandene Nervenloch. Deshalb heißt die Methode auch transforaminale (durch das Nervenloch führende) Endoskopie. Diese Endoskopie wird seit 2002 mit dem Tessys®-Instrumentarium durchgeführt und weltweit nur in wenigen Zentren angewandt.In nächster Zukunft wird sich diese OP Technik, ähnlich wie die der Kniearthroskopie,  gegen das offene Verfahren auf Grund der großen Vorteile durchsetzen.
  • Wenn das Verfahren so gut ist warum bieten es so wenigen Zentren an und warum haben die Universitätskliniken nicht dieses System?
    Dieses Verfahren wurde in der Alpha-Klinik in München einer Privatklinik für Wirbelsäulenchirugie entwickelt. Ich habe diese Operationstechnik als operativer Oberarzt von dem Begründer Dr. Hoogland gelernt. Generell sollte man 50-100 Eingriffe assistieren, bevor man selbst damit beginnen kann. Die Lernkurve für diese  Technik ist lang und der Schwierigkeitsgrad hoch, was aber nicht heißen soll, dass diese Technik gefährlich ist. In den richtigen Händen sind die Risiken geringer als bei offenen Eingriffen. Als Experte halte ich weltweit Workshops zum Erlernen dieser Technik vor allem in den USA.
  • Generell wird zu schnell operiert. Stimmt das?
    Das ist richtig, deshalb versuchen wir, Operationen immer mit der medizinischen Trainingstherapie zu vermeiden. Von 100 Patienten die zu uns wegen einer fraglichen OP-Indikation kommen, operieren wir am Ende im Schnitt 8 Patienten.Insgesamt sollte die OP-Indikation sehr eng gestellt werden und nur als letzte Option und dann die endoskopische Methodik TES in Frage kommen.
  • Sie haben weitere Fragen, die hier nicht aufgelistet sind?
    Vielleicht finden Sie Antworten unter häufig gestellte Fragen zu konservativen Therapieformen. Oder Sie nehmen Kontakt zu uns auf.