Die Wirbelsäule

DIE WIRBELSÄULE

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Die durchlaufene Aufrichtung  des Menschen in der Evolution vom Vierfüßler- in den Zweifüßlerstand, ermöglichte die Entwicklung von speziellen Handfertigkeiten (z.B für den Waffen-und Werkzeuggebrauch), war aber zugleich die „Geburtsstunde“ des Volksleidens „Rückenschmerz“.
  

Durch den aufrechten Gang kam es zur vermehrten Druckbelastung der Wirbelkörper und v.a.der Bandscheiben. Die Wirbelsäule wird in der Tiefe durch die autochtone (ortsständige) Rückenmuskulatur gestützt. Während zu Zeiten der „Jäger und Sammler“ die „Tiefenmuskulatur“ durch die ständige Bewegung ausreichend durchblutet und die Bandscheiben durch einen „Durchwalkungsprozeß“ mit Nährstoffen versorgt wurde, ist unsere heutige Zeit durch Bewegungsmangel (Büro-/Computertätigkeit, etc…) geprägt. Die unmittelbar Folge ist zunächst der Abbau der „Tiefenmuskulatur“.
  

Auch heute wird noch behauptet dass 80% der Kreuzschmerzen „unspezifisch“ seien, d.h. „Schmerursache unbekannt“. Stattdessen wird bei Schmerzpatienten, bei denen auf dem MRT nichts Verdächtiges zu erkennen ist, häufig behauptet sie haben ein psychisches Problem.
  

Die meisten Therapien (Schmerzmittel, Spritzen, Massagen, Akupunktur, Homoöpathie, Osteopathie etc.) wirken nur symptomatisch, bringen eine vorrübergehende Erleichterung, doch die Muskeln werden zunehmend schwächer, der Schmerz verstärkt sich- ein Teufelskreislauf. Der Patient fühlt sich zu Recht mißverstanden und hilflos. Die Antwort auf die Frage der Schmerzursache ist jedoch simpel: fehlende, weil abgebaute, Tiefenmuskulatur.
  

Vor mehr als 20 Jahren hat eine Forschungsgruppe um Arthur Jones an der Universität von Florida bereits nachgewiesen, daß die Kraft der Rückenstrecker (=Tiefenmuskulatur) bei chronischen Kreuzschmerzpatienten ein Defizit von 50% im Vergleich zu Gesunden aufweist.
  

Es kommt bei chronischen Kreuzschmerzpatienten zu Schwund von aktivem Muskelgewebe, Umwandlung von Muskel in Bindegewebe, Fetteinlagerung in die Muskulatur, krankhafte Veränderung der Muskelaktivität und krankhaftes Bewegungsmuster der betroffenen Bandscheibenetage (durch Vorwölbung oder Vorfall).
  

Die häufig vorkommende „Verfettung“ der Tiefenmuskulatur sieht man am einfachsten im MRT der Üblicherweise werden diese verfetteten Muskeln in der Befundung durch den Radiologen/Orthopäden schlicht übersehen, da sich nur wenige Ärzte mit diesem „Phänomen“ beschäftigen. Alle schauen wie gebannt nur auf die Veränderungen der Bandscheiben (Vorwölbung, Vorfall).
  

Auch wenn die Tiefenmuskulatur nicht verfettet ist, heisst das noch lange nicht, das sie kräftig ist. Wir führen regelmäßig Kraftmessungen der Tiefenmuskulatur an speziellen Therapiemaschinen (in unserer Praxis) vor Therapiebeginn durch, um zu sehen wie groß das muskuläre Defizit beim einzelnen Patienten ist.
  

Die tiefe(unwillkürliche) Rückenmuskulatur lässt sich im Gegensatz zur oberflächlichen Muskulatur nicht willentlich anspannen und kann deshalb auch nicht mit den üblichen physiotherapeutischen Maßnahmen gestärkt werden. Man kann sie am ehesten mit der Herzmuskulatur vergleichen. Heute wissen wir, daß die tiefe Rückenmuskulatur nur durch Isolierung zu trainieren ist. Diese Isolierung erfolgt in speziellen, technisch aufwendigen, computergesteuerten und vom einem ausgebildeten Therapeuten überwachten Maschinen.
  

Aus unserer Sicht ist eine Schwächung der tiefen Rückenmuskulatur durch die schmerzbedingte Schonung nahezu für alle Wirbelsäulenerkrankungen und Bandscheibenprobleme ursächlich.
  

Unsere Therapie, die medizinsche Trainingstherapie nach Dr.Alfen kann etwas, was anderen Behandlungsverfahren nicht gelingt:  an den Wurzeln des Übels anzusetzen, nämlich einer zu schwach ausgebildeten tiefen Rückenmuskulatur.
  

Die Wissen um die Bedeutung der Tiefenmuskulatur ist der Schlüssel für die Lösung des Rückenproblems. Unser Ziel ist es nicht, daß es besser wird, sondern endgültig ihr Problem (Rückenschmerz) zu lösen.
  

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In den meisten Fällen entstehen Rückenschmerzen durch eine zu schwach ausgebildete, tiefliegende Rückenmuskulatur.
Dank der Medizinischen Trainingstherapie (MTT) nach Dr. Alfen werden diese speziellen Muskeln der Wirbelsäule trainiert, so dass diese die Wirbelsäule wie ein Korsett stabilisieren.
Das Training, welches mit einem minimalen Zeitaufwand verbunden ist, beseitigt ca. 90% der Rückenschmerzen und beugt diesen vor.